Ist Ihre Apotheke identitätsstiftend?

Rubrik: Sozialpsychologie für die Apotheke.

Wenn ihre Mitarbeiter gefragt werden, was sie beruflich machen, antworten sie dann: „Ich bin Apothekerin“ oder „ich bin Apothekerin in der XYZ-Apotheke“ ?

Ob als Familienmitglied, Stürmer eines Fußballvereins oder als PTA einer Apotheke, wir alle gehören verschiedenen Gruppen an. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, bestimmt unser Gefühl darüber, wer oder was wir sind. Wir sprechen auch von sozialer Identität.

Welchen Wert es hat, wenn Mitarbeiter sich mit ihrer Apotheke identifizieren, liegt auf der Hand: Mitarbeiter betrachten sich als Teil des Unternehmens, stehen mit einem Wir-Gefühl hinter den Zielen und tragen somit zum Erfolg bei. Darüber hinaus steigert eine positive soziale Identität Selbstwert und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter.

Doch wie lässt sich die Identifikation der Mitarbeiter fördern?

Zunächst muss man wissen, dass die soziale Identität immer aus einem Vergleich zwischen der eigenen Gruppe und anderen Gruppen resultiert. In der Praxis bedeutet das, dass sich Ihre Apotheke unbedingt positiv von anderen Apotheken abheben sollte. Was die Forschung außerdem nahelegt, ist, dass vor allem hervorstechende Merkmale die Identifikation Ihrer Mitarbeiter fördern. Wenn Ihre Apotheke in vielen Belangen „ganz gut“ ist, dann trägt dies viel weniger zu einer hohen Identifikation mit Ihrer Apotheke bei, als wenn Ihre Mitarbeiter sagen können: „Wir sind bekannt für die persönlichste Beratung in Hamburg“ oder „Wir sind die mit dem besten Spezialwissen in …“

Wenn Sie möchten, dass Ihre Mitarbeiter auf die Frage was sie beruflich machen, mit voller Stolz antworten: „Ich arbeite ich der XYZ-Apotheke. Wir sind die, die…“, dann können wir Sie gerne dabei unterstützen, Ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln.

Autor: Michel Eggebrecht